METRAVON MV-WM0007 ist ein Druckwägemodul, dessen runder Oberflansch die vertikale Last in eine zylindrische Wägeeinheit einleitet. Die Stützanordnung muss auf einen zentralen Drucklastpfad ausgelegt sein. Flanschdurchmesser, Einbauhöhe und Reaktion jeder Stützstelle bestimmen, ob das Modul in eine Behälternachrüstung passt.
Maßgruppen des Druckwägemoduls mit Rundflansch
Die kleine Baugruppe und die größeren Nennlastgruppen haben unterschiedliche Anschlüsse. LK bezeichnet hier den Durchmesser des oberen Lochkreises. Die Werte dienen der ersten Bauraumprüfung; die Bestellung muss eine bestimmte Nennlast und deren Montagezeichnung benennen.
Die Gruppe 1–4,7 t stammt aus ihrer eigenen Zeichnung, die fünf größeren Gruppen aus der Maßtabelle. Daraus folgt nicht, dass jede Zwischennennlast verfügbar ist. Gleichen Sie auch die untere Montagefläche ab: Passende obere Bohrungen belegen nicht, dass Fundament oder Halterung die Baugruppe aufnehmen können.
| Last | Flansch Ø (mm) | Höhe (mm) | LK Ø (mm) |
|---|---|---|---|
| 1–4,7 t | 90 mm | 81 mm | 75 mm |
| 10–22 t | 100 mm | 95 mm | 80 mm |
| 33 t | 120 mm | 120 mm | 95 mm |
| 47 t | 170 mm | 140 mm | 130 mm |
| 68 t | 170 mm | 150 mm | 130 mm |
| 100 t | 200 mm | 177 mm | 150 mm |

Änderungen an den Behälterstützen berücksichtigen
Ohne eine neue Stützkonstruktion erhöht das zusätzliche Modul die Behälterlage. Das kann Rohrausrichtung, Rührwerksanschlüsse und Zugang zum Auslauf verändern. Vermessen Sie die Stützhöhen des leeren Behälters und den verfügbaren Bauraum, bevor die Modulhöhe in der Konstruktion festgelegt wird.
Aus der vertikalen Nennlast folgen keine zulässigen Abhebe-, Wind- oder Querlasten. Definieren Sie diese Lasten getrennt und die Behälterführung so, dass kein Lastpfad an der Wägung vorbeiführt. Flansch und Schrauben sind nicht allein deshalb eine nachgewiesene Abhebesicherung, weil sie Bauteile zusammenhalten.
Berechnen Sie die höchste Stützreaktion aus Eigengewicht, Inhalt und Lastverteilung. Ein außermittiger Auslauf, ein angebauter Antrieb oder ein unebenes Fundament kann eine Stütze deutlich über dem Mittelwert belasten. Wählen Sie das Modul für diese Reaktion einschließlich vereinbarter vorübergehender Lasten.
Sensor, Wägeanzeige und Anschlüsse getrennt festlegen
Die mechanische Kontur definiert weder Ausgang, Speisung, Brückenwiderstand noch Genauigkeit des eingebauten Sensors. Nehmen Sie diese Daten sowie Typ und Kennzeichnung des Sensors in das Angebot auf. Wählen Sie eine passende Wägeanzeige und bei mehreren Stützen den benötigten Anschlusskasten samt Kabeln. Ein Montagesatz ist für sich allein keine vollständige PLC-Schnittstelle.
METRAVON Wägeanzeigen. Sensor benennen und Eingang sowie Steuerungsanbindung abgleichen.
Weitere METRAVON Wägemodule. Bei abweichendem Flansch oder anderer Höhe die gesamte Montage prüfen.
Stützanordnung prüfen lassen und MV-WM0007 anfragen. Senden Sie Behälterzeichnung, einzelne Stützreaktionen, Maße des bestehenden Flanschs und die Anforderungen an die Verwiegung. Geben Sie an, ob nur Montageteile oder ein abgestimmtes Sensor- und Instrumentenpaket angeboten werden sollen.
Fragen zur Nachrüstung bestehender Behälter
Q1. Lässt sich der vorhandene Behälterflansch weiterverwenden?
Vergleichen Sie Lochkreis, Schraubengrößen, Kontaktfläche und Steifigkeit mit der Zeichnung der gewählten Nennlast. Die Kraft muss durch die Modulachse wirken. Ein passendes Lochbild gleicht eine außermittige oder nachgiebige Halterung nicht aus.
Q2. Wie beeinflussen Rohrleitungen die Abnahme?
Eine starre Leitung kann einen Teil des Behältergewichts tragen oder bei Temperaturänderungen Kraft einleiten. Prüfen Sie die endgültige Rohrkonfiguration, nicht nur den abgetrennten Behälter. Vergleichen Sie nach Möglichkeit Messwerte vor und nach jedem Anschluss, um einen unbeabsichtigten Lastpfad zu erkennen.
Q3. Was muss für den Kalibrierzugang vereinbart werden?
Legen Sie fest, wo eine bekannte Last aufgebracht und wie sie abgestützt wird und ob der Test den Betriebsbereich abdeckt. Dokumentieren Sie Be- und Entlastung sowie Wiederholmessungen an vereinbarten Punkten. Planen Sie bei großen Behältern das Verfahren, bevor die Konstruktion den nötigen Zugang versperrt.
