METRAVON MV-LC0223 ist eine Einpunkt-Wägezelle mit den Nennlasten 30, 60, 100, 150, 200 und 300 kg. Die 120 mm lange Bauform verbindet ein befestigtes Ende mit dem Lastaufnehmer. Entscheidend ist, ob dieser sich unter Last frei bewegen kann und ob die Plattform auch bei außermittiger Belastung ausreichend genau wiegt.

Befestigung an den Enden vorsehen
Die Zeichnung zeigt 36 mm lange Endabschnitte mit Gewindebefestigungen. Gleichen Sie das vollständige Lochbild und die Einschraubtiefe ab. Eine steife Platte über dem verjüngten Messbereich verändert den Kraftweg. Auch Kabel, Anschläge und benachbarte Förderteile dürfen den beweglichen Lastaufnehmer nicht abstützen.
| Merkmal | Angabe | Auslegung |
|---|---|---|
| Nennlasten | 30 / 60 / 100 / 150 / 200 / 300 kg | Eigengewicht und größte Nutzlast berücksichtigen. |
| Länge / Endabschnitt | 120 / 36 mm | Vollständiges Lochbild prüfen. |
| Empfindlichkeit | 2.0 ±0.2 mV/V | Individuelle Kalibrierdaten verwenden. |
| Eingang / Ausgang | 380 ±10 / 351 ±2 Ω | Brückenkanal und Speiselast abgleichen. |
| Erregung | 4–12 V DC; max. 15 V DC | Keinen ungeprüften 24-V-Sensoranschluss nutzen. |
| Leitung | 4 Adern; 3 m | Endgültige Verlegung bei der Kalibrierung beibehalten. |
Empfindlichkeit und Messfehler unterscheiden
Bei 10 V Erregung ergeben sich nominal rechnerisch 20 mV bei Nennlast. Aus der Empfindlichkeitstoleranz folgt eine Spanne von 18–22 mV vor individueller Kalibrierung. Das ist keine Angabe zur Messunsicherheit der fertigen Waage. Der Katalog nennt den Gesamtfehler separat mit ±0.02% FS und das Kriechen über 30 Minuten mit ±0.016% FS.
Mit fertig verlegter Leitung kalibrieren
Schließen Sie das vieradrige Brückensignal an einen geeigneten Wägekanal oder Messverstärker an. Befestigen Sie die 3-m-Leitung so, dass Bewegungen keine zusätzliche Kraft auf das belastete Ende übertragen. Erst danach folgen Null- und Spannenabgleich mit bekannten Lasten.
Wiederholen Sie das Auflegen und Abnehmen und protokollieren Sie die Nullrückkehr. Prüfen Sie bei einer Plattform dieselbe Last an den vorgesehenen Arbeitspositionen. Ein gutes Ergebnis in der Mitte bestätigt noch keine ausreichende Ecklastleistung.
Für die Anfrage die Plattform beschreiben
Senden Sie Plattformmaße, Eigengewicht, höchste Produktlast, Auflegevorgang und außermittige Lastpositionen. Eine maximale Plattformgröße ist nicht angegeben und muss für die Anwendung bestätigt werden. Für eine Prüfvorrichtung sind Kraft, Einheit und Kalibrierbezug ausdrücklich festzulegen; kg und N sind nicht austauschbare Zahlenwerte.
Aufgeführt sind −30 bis +70 °C und IP67. Bestätigen Sie das tatsächlich angebotene Material sowie Feuchte, Reinigungsmittel und Anschlussbedingungen. Legen Sie die zulässige Abweichung der fertigen Baugruppe anhand des Prozesses fest und prüfen Sie sie unter den späteren Einsatzbedingungen.
Fragen zu Plattform und Nullpunkt
Q1. Warum wandert der Nullpunkt beim Bewegen der Umgebungsteile?
Ein Kabel, eine Abdeckung oder ein benachbartes Förderteil kann einen Teil der Last übernehmen. Beobachten Sie die Anzeige bei kontrolliertem Bewegen dieser Teile ohne Änderung der aufgelegten Last. Beseitigen Sie mechanischen Kontakt, bevor Sie Filter oder Kalibrierung ändern.
Q2. Kann eine längere Plattform mit derselben Nennlast verwendet werden?
Die Nennlast allein legt die zulässige Plattformgröße nicht fest. Eine längere Plattform verändert die Momente bei außermittiger Belastung. Lassen Sie Abmessungen und Lastpositionen prüfen und vereinbaren Sie einen Positionstest für die fertige Waage.
