Beim METRAVON MV-LC0242 unterscheiden sich Nennlast und Ausgang der drei Kraftachsen. Fx und Fy sind mit je 1 t und 2.0 mV/V angegeben, Fz mit 3 t und 1.2 mV/V. Die Auslegung braucht deshalb eine getrennte Kanalskalierung, insbesondere bei großer axialer Last und kleinen seitlichen Messkräften.
Jeden Kanal mit eigener Empfindlichkeit einrichten
Bei beispielhaft 10 V Erregung ergeben sich rechnerisch 20 mV für Fx/Fy und 12 mV für Fz bei jeweiliger Nennlast. Gleiche Speisung erzeugt also keine gleichen elektrischen Spannen. Verwenden Sie die Kalibrierung jedes Kanals und vereinbaren Sie die ausgegebene Krafteinheit. Die t-Bezeichnung darf nicht ohne festgelegte Umrechnung in die Steuerung übernommen werden.
| Merkmal | Angabe | Auslegung |
|---|---|---|
| Seitliche Nennlast | Fx 1 t; Fy 1 t | Gleichzeitig auftretende Seitenkräfte angeben. |
| Axiale Nennlast | Fz 3 t | Vorrichtungsgewicht und Spitzen berücksichtigen. |
| Nennausgänge | Fx/Fy 2.0; Fz 1.2 mV/V | Drei individuelle Skalierungen einrichten. |
| Erregung | 5–12 V DC | Versorgung mit Erfassung abstimmen. |
| Anschluss | 12-polig | Belegung der gelieferten Version anfordern. |
| Nichtlinearität | ±0.2% Cn | Fehlerbudget für die tatsächliche Lastkombination festlegen. |

Adapter auf Sensorachsen und Kraftangriff abstimmen
Identifizieren Sie belastete und abgestützte Schnittstelle, positive Achsen sowie die Lage der Befestigungs- und Zentriermerkmale, bevor der Adapter gefertigt wird. Halten Sie den seitlichen Anschluss erreichbar. Eine starre Kabelführung darf keine zusätzliche Kraft auf den Sensor ausüben.
Bekannte Kräfte auf allen Kanälen verfolgen
Ein versetzter Kraftangriff erzeugt ein Moment, auch wenn nur Kräfte gemessen werden sollen. Geben Sie Abstand und Angriffspunkt relativ zum Sensorbezug an. Fordern Sie die zulässigen kombinierten Lastfälle an; aus der höheren Fz-Nennlast folgt keine Freigabe beliebiger Querlasten oder Momente.
Belasten Sie in den benötigten Richtungen mit bekannten Kräften und lesen Sie jedes Mal alle Kanäle aus. Kontrollieren Sie Achszuordnung, Vorzeichen, Nullrückkehr und die gespeicherten Werte des Erfassungssystems. So werden Verdrahtungs- oder Skalierungsfehler sichtbar, die ein einzelner Gesamtwert verdeckt.
Zeichnung und Erfassung gemeinsam anfragen
Vereinbaren Sie kombinierte Last- und Kopplungsprüfungen vor der Bestellung, wenn deren Ergebnis für den Prozess entscheidend ist. Die Nichtlinearität des Sensors allein beschreibt nicht den Fehler aus Adapter, Verkabelung, Auswertung und Krafteinleitung.
Senden Sie Vorrichtungsschnitt, Lastvektor, Abstände, Lastzyklus, gewünschte Einheiten und vorhandene Erfassung. Nennen Sie Kabelsatz, Kalibrierdaten und gegebenenfalls erwartete Kompensation. Aufgeführt sind −20 bis +70 °C und IP65; prüfen Sie auch Anschluss und Einbauraum. Ein Vergleich mit MV-LC0240 erfordert eigene Montage- und Kanalprüfung.
Fragen zur Kanalbelegung und Abnahme
Q1. Können alle Achsen dieselbe Verstärkung und Skalierung nutzen?
Die unterschiedlichen Empfindlichkeiten erfordern getrennte Skalierung. Ein gemeinsames Erregungsniveau ändert daran nichts. Die nominal berechneten 20 und 12 mV bei 10 V ersetzen weder die individuelle Kalibrierung noch das Fehlerbudget der Messkette.
Q2. Bestätigt ein 12-poliger Stecker die Austauschbarkeit?
Nein. Polbelegung, Kanalzuordnung, Erregung und Kalibrierdaten müssen zur gelieferten Version passen. Vergleichen Sie auch Adapter und Achsorientierung. Die gemeinsame Polzahl erlaubt kein ungeprüftes Umstecken.
Q3. Was muss der Abnahmetest außer dem belasteten Kanal zeigen?
Erfassen Sie auch die nicht gezielt belasteten Kanäle. Prüfen Sie Vorzeichen, Nullrückkehr und die tatsächlichen gespeicherten Einheiten. Benötigte Grenzwerte für Kopplung und kombinierte Lasten sind vorab festzulegen, statt sie aus einer Einzelachsprüfung abzuleiten.
