METRAVON MV-LC0144 ist ein Lagerbock-Kraftsensor in Doppelscherbalkenbauform für feste Seilrollen und Lastüberwachung. Die Familie umfasst 1.5–20 t. Gemessen wird die über die Lagerung übertragene Kraft; eine Anzeige als Seilzug benötigt den tatsächlichen Zusammenhang der Seil- und Rollengeometrie.

Lagerreaktion und Seilzug sind verschiedene Größen
Die Rollenlagerung trägt die Resultierende der Seilkräfte sowie relevante Eigengewichte. Seilrichtungen, Kontaktgeometrie und Reibung beeinflussen den Zusammenhang zum benötigten Seilzugwert. Senden Sie einen Kraftplan mit den vorgesehenen Seilstellungen. Eine senkrechte Referenzlast prüft diese Belastung, nicht automatisch jeden Seilwinkel im Betrieb.
| Ausführung / Merkmal | Referenz | Anschlussprüfung |
|---|---|---|
| Nennlastfamilie | 1.5–20 t | Auf größte relevante Lagerreaktion auslegen. |
| 1.5 t: L / W / L2 | 350 / 75 / 100 mm | Mittleres und äußeres Lochbild prüfen. |
| 2.5 t: L / W / L2 | 410 / 100 / 130 mm | Gleiche Länge mit anderer Gruppe reicht nicht. |
| 4–10 t: L / W / L2 | 410 / 100 / 160 mm | Mittlerer Lagerabstand ändert sich. |
| 15–20 t: L / W | 520 / 145 mm | Vollständige Lager- und Fundamentzeichnung verlangen. |
| Betriebstemperatur | −20…+70 °C | Umgebung von Lager und Kabel berücksichtigen. |
Lageranschluss und Fundamentlochbild getrennt vergleichen
Bei 2.5 t und 4–10 t stimmen Länge und Breite überein, L2 wächst jedoch von 130 auf 160 mm. Prüfen Sie mittlere Lagerbefestigung, äußere Fundamentanschlüsse und Senkungen. Bei 15–20 t ändern sich Körper und Befestigung erneut. Nur ein gleich langes Gehäuse schützt nicht vor falsch sitzenden Lagern.
Grundplatte und Brücke gemeinsam festlegen
Bestätigen Sie Nennlast, Lager, Grundplattensteifigkeit und Befestigung als zusammengehörigen Aufbau. Der legierte Stahlkörper ist mit IP66 aufgeführt. Die Leitung hat 3 m Länge und 5 mm Durchmesser. Ein Schutz für das gesamte Lager oder die externe Elektronik folgt daraus nicht.
Die Erregung beträgt 5–12 V DC, Eingang 750 ±30 Ω und Ausgang 700 ±5 Ω. Die nominale Ausgangsangabe 1.0–1.5 mV/V muss für die angebotene Ausführung präzisiert werden, bevor der Kanal eingestellt wird. Ähnliche Widerstände eines anderen Sensors belegen keine gleiche Empfindlichkeit oder Kalibrierung.
Anzeige und Alarm über die ganze Messkette prüfen
Prüfen Sie Nullpunkt, Skalierung und Wiederholverhalten mit vereinbarten Referenzlasten und relevanten Seilstellungen. Nichtlinearität ±0.1–0.3% FS ist keine Zusage gleicher Genauigkeit des kompletten Seilzugsystems. Für einen Alarm die vollständige Signal- und Controllerkette prüfen; die sichere Überlastangabe 150% ist kein Alarmschaltpunkt und kein Zertifikat einer Schutzfunktion.
Soll die Last stattdessen über einen erhöhten Mittelteil auf zwei Endauflagen laufen, vergleichen Sie MV-LC0106. Dort bestimmen unter anderem H1/H2 und die oberen sowie unteren Anschlüsse die Passung. Erst anhand des wirklichen Kraftwegs entscheiden; beide Bauformen sind kein ungeprüfter Ersatz füreinander.
Fragen zu Umrechnung und Halter
Q1. Ist die gemessene Lagerkraft gleich der Seilspannung?
Nur mit einem gültigen Zusammenhang für Seilrichtungen, Rolle und Eigengewichte. Lassen Sie Kraftplan und Referenzverfahren vom Systemplaner abgleichen. Das bloße Ändern der Anzeigeeinheit stellt diesen Zusammenhang nicht her.
Q2. Kann der 2.5-t-Lagerhalter für 4–10 t bleiben?
Länge und Breite stimmen überein, der mittlere Abstand L2 steigt jedoch von 130 auf 160 mm. Vergleichen Sie Lagerlochbild, Senkungen und äußere Befestigungen, bevor der Halter weiterverwendet wird.
Q3. Dürfen 150% als Abschaltschwelle eingestellt werden?
Der Überlastwert ist keine empfohlene Arbeits- oder Alarmgrenze. Die erforderliche Schutzreaktion ist aus den Maschinengrenzen und einer gesonderten Systembewertung festzulegen und über die vollständige Kette zu prüfen.
