Messaufgabe und Ausgangslage
Eine Tankradar-Messstelle darf erst freigegeben werden, wenn Mechanik und Prozessbedingungen gemeinsam geprüft sind. Düse, Antennenlage, Bezugsebene und zulässiger Höchststand bestimmen den tatsächlich nutzbaren Messbereich; ein korrekt gelieferter Sensor kann bei falschem Einbau dennoch unzuverlässig arbeiten.
Technische Grundlagen prüfen
Vergleichen Sie Behälterzeichnung und Einbau vor Ort. Messen Sie Düsennennweite und -länge, Antennenüberstand, Ausrichtung, Abstand zu Wand, Zulauf, Heizschlange und Rührwerk. Prüfen Sie Dichtung, Schraubenwerkstoff, Drehmoment, Druckstufe und Werkstoffverträglichkeit gegen Medium und Reinigungsmittel.
Risiken und Grenzen bewerten
Erfassen Sie Temperatur, Druck, Dampf, Schaum, Kondensat, Ablagerung und maximale Füllgeschwindigkeit. Der obere Alarm muss unterhalb des nicht verifizierten Nahbereichs liegen; bei Überfüllrisiko ist eine unabhängige Schutzfunktion getrennt zu bewerten.
Integration und Funktionsprüfung
Kontrollieren Sie Versorgung, Erdung, Kabelverschraubung, Schirmung, Barriere und Tag-Zuordnung. Bezugsebene, Leer- und Vollabstand werden aus As-built-Maßen parametriert, nicht aus einer ungeprüften Standardvorlage.
Abnahme und Dokumentation
Speichern Sie Echokurven bei bekannten Füllständen und repräsentativen Betriebszuständen. Prüfen Sie Anzeige, Ausgang, PLC-Skalierung, Alarm und Fehlerstrom. Offene mechanische oder prozesstechnische Punkte bleiben in einer Mängelliste und verhindern die endgültige Freigabe.
Häufig gestellte Fragen
Reicht eine Sichtprüfung der Montage?
Nein. Kritische Maße, Werkstoffe, Dichtung, Drehmoment und Bezug müssen dokumentiert werden.
Warum ist die Bezugsebene wichtig?
Sie verbindet die gemessene Distanz mit Füllstand, Alarmgrenzen und Behältergeometrie.
Wann ist ein unabhängiger Hochstandschutz nötig?
Wenn Risikoanalyse oder Vorschriften eine vom kontinuierlichen Messkreis unabhängige Schutzebene verlangen.
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Autor: Arvin · Quelle: METRAVON Instruments
