Messaufgabe festlegen
Bei offenen Gerinnen misst der Sensor meist den Oberwasserstand; der Durchfluss entsteht erst aus Wehr-, Rinnen- oder Gerinnegeometrie und einer gültigen Kennlinie. Ein genauer Sensor kann bei falschem Primärorgan trotzdem falsche Mengen liefern.
Prozess und Risiken
Dokumentieren Sie Wehr oder Messrinne, Abmessungen, Einbauzustand, Nullbezug und verwendete Gleichung. Prüfen Sie Anströmung, Beruhigungsstrecke, Rückstau, Sediment, Algen und Unterwasserbedingungen.
Lösung auswählen
Wählen Sie Radar, Ultraschall oder Druck nach Messbereich, Totzone, Schaum, Niederschlag, Kondensat und Wartung. Die Messstelle muss den in der Kennlinie vorausgesetzten Wasserspiegel repräsentieren.
Montage und Integration
Vermessen Sie Sensorbezug und Nullpunkt unabhängig. Schützen Sie Kabel und Gehäuse vor Überflutung und Blitz, halten Sie den Strahl frei und dokumentieren Sie jede geometrische Abweichung vom Primärorgan.
Prüfung und Übergabe
Prüfen Sie mehrere bekannte Wasserstände, Umrechnung, Summenzähler, Analogausgang oder Telemetrie. Kontrollieren Sie Nullpunkt, Rückstau und Ablagerungen regelmäßig und bewahren Sie Rohpegel und Kennlinienversion auf.
Häufig gestellte Fragen
Misst der Sensor den Durchfluss direkt?
Meist nein; er misst den Pegel, aus dem das Primärorgan den Durchfluss bestimmt.
Was ist der wichtigste Referenzwert?
Der vermessene Nullbezug zwischen Sensor und Wehr- oder Rinnengeometrie.
Wann muss neu kalibriert werden?
Nach Geometrieänderung, Sediment, Sensorversatz oder Änderung der Kennlinie.
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Autor: Arvin · Quelle: METRAVON Instruments
