Aufgabe und Entscheidungsbasis
Berührungsloses und geführtes Radar nutzen Mikrowellen, unterscheiden sich aber mechanisch und an der Messstelle deutlich. Die Auswahl richtet sich nach Prozess, Geometrie, gewünschter Grenzfläche und Wartung, nicht allein nach Reichweite oder Frequenz.
Technische Daten prüfen
Berührungsloses Radar misst aus der Düse ohne Sonde im Produkt. Es eignet sich, wenn ein freier Strahlweg und ausreichende Reflexion vorhanden sind. Düse, Schaum, Kondensat und Einbauten bleiben wichtige Auslegungsfaktoren.
Risiken und Grenzen
Geführtes Radar leitet das Signal an einer Sonde. Es kann bei engen Geometrien oder Grenzflächen Vorteile bieten, verlangt aber mechanische Prüfung von Zuglast, Biegung, Anbackung, Kontaktmaterial und Abstand zu Tankwand oder Einbauten.
Prüfung im System
Vergleichen Sie Druck, Temperatur, Medium, Dielektrizität, Dampf, Schaum, Ablagerung, Rührwerk, Reinigung und Ex-Anforderungen. Berücksichtigen Sie Montageaufwand, Entnahme der Sonde, Diagnose und Folgen eines mechanischen Schadens.
Freigabe und Dokumentation
Treffen Sie die Auswahl mit einer dokumentierten Matrix und prüfen Sie die konkrete Installation. Abnahmetests umfassen Referenzpunkte, Echoqualität, Ausgang, Alarm und kritische Prozesszustände; Marketingreichweite ersetzt keinen Standortnachweis.
Häufig gestellte Fragen
Ist geführtes Radar bei Schaum immer besser?
Nicht immer. Schaumeigenschaften, Sonde, Grenzfläche und Ablagerung müssen zur Aufgabe passen.
Wann ist berührungsloses Radar vorzuziehen?
Wenn Produktkontakt vermieden werden soll und Strahlweg sowie Echo ausreichend beherrschbar sind.
Welche Wartung unterscheidet beide Prinzipien?
Geführtes Radar benötigt zusätzlich die mechanische Zustandsprüfung der Sonde und ihrer Befestigung.
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Autor: Arvin · Quelle: METRAVON Instruments
