Messaufgabe festlegen
In einem Getreidesilo zeigt eine Punktmessung nur die Oberfläche im Strahl. Schüttkegel, Trichterbildung, wechselnde Feuchte und Schüttdichte führen dazu, dass ein genauer Abstand noch keine genaue Tonnenzahl ergibt.
Prozess und Risiken
Dokumentieren Sie Getreidearten, Feuchte, Dichtebereich, Staub, Füllrichtung, Austrag, Belüftung und Entmischung. Trennen Sie Liefersteuerung, Bestandsschätzung und Überfüllschutz als eigene Aufgaben.
Lösung auswählen
Wählen Sie Antenne und Strahlposition so, dass Einlauf und Streben vermieden werden und ein repräsentativer Bereich beobachtet wird. Für eine Schutzfunktion ist ein separat prüfbarer Hochstandschalter oft sinnvoll.
Montage und Integration
Vermessen Sie Silogeometrie und Bezugsebene. Hinterlegen Sie eine freigegebene Volumentabelle und Dichtequelle; vermeiden Sie versteckte Korrekturen, die saisonale Materialänderungen verschleiern.
Prüfung und Übergabe
Validieren Sie während Füllen und Leeren mit Lieferwaage oder Materialbilanz. Erfassen Sie Echoreserve, Oberflächenform, Umrechnungsfehler und Alarmtest für spätere Chargenvergleiche.
Häufig gestellte Fragen
Kann Radar Getreidemasse direkt messen?
Nein; dafür sind Geometrie, Oberflächenmodell und Schüttdichte nötig.
Warum schwankt der Bestand nach dem Belüften?
Verdichtung und Feuchte können Dichte und Oberfläche ändern.
Reicht der kontinuierliche Wert als Überfüllschutz?
Nicht automatisch; geforderte Unabhängigkeit und Prüfbarkeit entscheiden.
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Autor: Arvin · Quelle: METRAVON Instruments
