Aufgabe und Ausgangslage
Füllstandalarme und Verriegelungen werden aus Risiko und Prozessdynamik abgeleitet, nicht nur aus Prozentwerten. Sollwert, Unabhängigkeit, Reaktionszeit, Fehlerverhalten und Bypass-Steuerung müssen vor der Freigabe nachgewiesen sein.
Technische Grundlagen
Definieren Sie Zweck jedes Alarms, Auslösekriterium, Priorität, Bedienerreaktion und Folge bei Versagen. Berechnen Sie Reserve aus Füllrate, Mess- und Logikverzögerung sowie Stellglied- und Prozessnachlauf.
Risiken und Grenzen
Prüfen Sie, ob Alarm und Schutzfunktion dieselbe Messung, Energie und Logik teilen dürfen. Für unabhängigen Überfüllschutz gelten eigene Architektur, Prüfbarkeit und Änderungsregeln. Ein HMI-Alarm ist nicht automatisch eine Schutzfunktion.
Prüfung im Betrieb
Testen Sie Sollwert, Hysterese, Verzögerung, Quittierung, Verriegelung, Reset und Fehlerstrom. Simulationen werden kontrolliert freigegeben; echte Endelemente werden sicher geprüft oder mit genehmigtem Ersatznachweis verifiziert.
Freigabe und Dokumentation
Proof-Test-Intervall und Umfang folgen Risiko und Diagnose. Bypässe sind zeitlich begrenzt, sichtbar und genehmigt. Protokoll, Testzwang-Entfernung und verantwortliche Freigabe schließen die Prüfung ab.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird ein Hochalarm festgelegt?
Aus sicherem Höchststand, Füllrate, gesamter Reaktionszeit und erforderlicher Reserve.
Ist ein PLC-Alarm unabhängig vom Radarwert?
Nicht, wenn Sensor, Energie, Eingang oder Logik gemeinsam genutzt werden.
Was muss ein Proof Test nachweisen?
Die gesamte Kette vom Auslöser bis zur vorgesehenen Reaktion einschließlich Fehlerzuständen.
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Autor: Arvin · Quelle: METRAVON Instruments
