Ein hydrostatischer Messumformer kann den Druck korrekt messen, während der berechnete Flüssigkeitsfüllstand falsch ist. Hydrostatische Füllstandmessung und Dichteänderungen hängen zusammen, weil dieselbe Flüssigkeitstiefe bei veränderter Dichte einen anderen Druck erzeugt. Prüfen Sie die für die Umrechnung verwendete Dichte, bevor Sie die Abweichung als Drift des Drucksensors einstufen.
Druck und Dichte in konsistenten Einheiten verwenden
Für eine homogene Flüssigkeit in einem offenen oder ordnungsgemäß entlüfteten Behälter gilt für den hydrostatischen Anteil p = rho x g x h. Dabei ist p der Druck in Pascal, rho die Dichte in kg/m3, g die Erdbeschleunigung in m/s2 und h die Flüssigkeitstiefe oberhalb der Druckmessstelle in Metern. Der Druck im Gasraum und jede zusätzliche Messanordnung müssen gesondert berücksichtigt werden.
Zur Veranschaulichung: Eine 2,0 m hohe Flüssigkeitssäule mit 800 kg/m3 erzeugt 15696 Pa, wenn für g ein Wert von 9,81 m/s2 angesetzt wird. Wird dieser Druck durch eine konfigurierte Dichte von 1000 kg/m3 und zusätzlich durch g geteilt, ergibt sich eine angezeigte Tiefe von 1,6 m. Die Differenz von 0,4 m entsteht durch die angenommene Dichte und ist kein nachgewiesener Druckfehler.
Hydrostatischer Füllstand und Dichteänderungen: beide Datensätze erfassen
| Nachweis | Zu klären |
|---|---|
| Druck | Der tatsächlich gemessene Wert, die Einheiten und der Druckbezug. |
| Flüssigkeitszustand | Zusammensetzung und Dichte bei der betreffenden Betriebstemperatur. |
| Umrechnung | Der vom Messumformer oder Empfänger verwendete Dichtewert und die Höhenlage der Messstelle. |
| Unabhängiger Füllstand | Eine geeignete Referenz, um tatsächliche Flüssigkeitsbewegungen von einer Änderung der Berechnung zu unterscheiden. |
Ein Temperaturmesswert allein ist keine Dichtekorrektur, sofern kein gültiger Zusammenhang für die tatsächliche Flüssigkeit vorliegt. Unterschiedliche Rezepturen oder gelöste Stoffe können diesen Zusammenhang verändern. Dokumentieren Sie die Quelle der Dichtedaten, statt stillschweigend den Wert für Wasser zu verwenden.
Was ändert sich bei einer Radaralternative?
Das Gerät METRAVON MV-RD12 misst den Abstand zu einer Flüssigkeitsoberfläche mittels Radar. Es rechnet keinen hydrostatischen Druck in eine Tiefe um; diese spezielle Dichteannahme geht daher nicht in seine Abstandsmessung ein. Schaum, Reflexionsbedingungen, die Eignung des Anschlusses und die Behältergeometrie müssen weiterhin geprüft werden.

Wenn als Ausgangsgröße die Masse statt des Füllstands benötigt wird, bleibt die Dichte für die anschließende Umrechnung von Volumen in Masse relevant. Der Wechsel zu Radar beseitigt nicht alle dichteabhängigen Bestandteile eines Bestandsmesssystems. Legen Sie die letztlich benötigte Messgröße fest, bevor Sie die Technologien vergleichen.
Frage 1: Kann die Gleichung für offene Behälter direkt in einem Druckbehälter verwendet werden?
Nicht ohne Berücksichtigung des Gasraumdrucks und der tatsächlichen Druckmessanordnung. An einem unteren Anschluss können sowohl der Gasdruck als auch der hydrostatische Druck der Flüssigkeitssäule anliegen.
Frage 2: Sollte der Nullpunkt verschoben werden, um ihn an einen bestimmten Dichtezustand anzupassen?
Nicht als Ersatz für die Klärung der Umrechnung. Eine Einpunktkorrektur kann die Ursache verdecken und an anderen Stellen der Messspanne oder nach einer weiteren Änderung der Zusammensetzung Fehler hinterlassen.
Zusammenfassung
Unterscheiden Sie die Druckmessleistung von den Flüssigkeitseigenschaften, die zur Berechnung der Tiefe verwendet werden. Stellen Sie Druckmesswerte, Dichteangaben und die benötigte Ausgangsgröße bereit, um MV-RD12 als Alternative bewerten zu lassen.
